Buchempfehlungen

Kurt Kotrschal
Mensch
Woher wir kommen, Wer wir sind, Wohin wir gehen

Verlag Christian Brandstäter, ISBN: 978-7106-0368-6

Der Autor als Biologe geht der Frage nach: was heißt Menschsein?
600 Millionen Jahre Evolution, Geschichte des Lebens und was von dort her uns immer noch prägt…  Was allen Menschen gemeinsam ist aber trotzdem uns durch die unterschiedlichen sozialen Einflüsse unterscheidet…
Wie war das mit dem Neandertaler und dem Homo sapiens?
Welche Bedeutung haben Eizelle und Spermium?
Der Einfluss auf die Verhaltensweise der Geschlechter…
Instinkte – Irrationalität – logisches Denken
Ererbte – erworbene Eigenschaften, Genom – Epigenom
Überlebenswichtig: Bindung und Zuwendung – Einfluss auf das Leben
mögliche Zukunftsszenarien menschlicher Entwicklung
neue Bedingungen zur Anpassung woran und wie?
Einfluss des Zugangs auf Ressourcen der Technik, der Finanzen , der Medizin … Machtstrukturen… Machtausübung führt zur Zweiklassengesellschaft, ähnlich wie sie bei sozialen Insekten bekannt ist,
siehe China: individuelle Prosperität ist an gesellschaftliches Wohlverhalten und an die Unterwerfung unter staatlicher Autorität gebunden.
Einzelne Passagen sind wegen der verwendeten Fachbegriffe schwierig für den Laien zu lesen, es gibt aber einen umfangreichen Anhang mit Erklärung der Fachbegriffe, ein Personenregister wie auch eine Literaturliste.

Du erfährst wie komplex Leben ist und damit auch der Mensch. Philosophie, Ideologien und Religion greifen zu kurz, können nur eine Facette zeigen. Biologie spricht davon, was man feststellen kann. Das Buch ist eine gute Ergänzung zu Yuval Noah Hariri, das Thema wird sehr stark von der biologischen Entwicklung her aufgerollt.

Yuval Noah Hariri
Eine kurze Geschichte der Menschheit
Pantheon Verlag ISBN 978-3-570-55269-8

Der Autor aus Haifa ist Historiker mit Schwerpunkt Universalgeschichte. Sein Ausgangsunkt ist eher die Frage, wie hat sich der Mensch und mit ihm die Gesellschaft entwickelt.

Am Bucheinband ist zu lesen:
Wie haben wir, Homo sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Laufe der Jahrtausende glücklicher gemacht? Yuval Noah Harai entwirft in seinem international gefeierten Bestseller das große Panorama unserer eigenen Geschichte – und stellt die Frage, wohin wir von hier aus gehen wollen.

Das Buch ist leicht verständlich und spannend geschrieben. Im Anhang gibt es einige Karten, etliche Abbildungen und Anmerkungen als Ergänzung zum Text.

Christoph Wrembek
Judas, der Freund…
Du, der du Judas trägst nach Hause, trage auch mich
Im Verlag  Neue Stadt, ISBN: 978-3-7346-1131-5.

Der Verlag schreibt dazu:
Ein mittelalterliches Kapitell und sein Geheimnis
Ein anderer Blick auf Judas, der traditionell  »der Verräter« ist. Ein Plädoyer für einen radikalen Glauben an die Möglichkeiten des barmherzigen Gottes. Das Geheimnis der sonderbaren Jesus-Darstellung aus Vézelay wird in diesem Buch gelüftet!
Pater Wrembek SJ spürt in seinem Buch dem Geheimnis einer mittelalterlichen Jesus-Judas-Darstellung aus Vézelay/Burgund nach – mit spannenden Einsichten. Historische Indizien geben Einblick in die Hintergründe, biblische Vertiefungen zeigen die Nähe zur Botschaft des Evangeliums, eine kunstgeschichtliche (Anti-)Parallele verdeutlicht die Besonderheit. Judas, der Verräter, von Jesus nach Hause, das heißt in die himmlischen Wohnungen getragen?! Manches, so Pater Wrembek, spricht dafür. Und so manche Vorstellung, die wir traditionell mit Fegefeuer und Hölle verbinden, wird revidiert bzw. in ein anderes Licht gerückt.
Ein spirituelles Buch, das kenntnisreich auslotet, wie unendlich groß die Barmherzigkeit Gottes gedacht werden kann und tatsächlich gedacht worden ist. Mit Schwarz-Weiß-Abbildungen.
Siehe auch Rundbrief Nr. 41.

Christina Baldwin, Ann Linnea
“ Circle: Die Kraft des Kreises“
ISBN 978-3.407-36557-6 oder als E-Book ISBN 978-3-407-29367-1

Die beiden Autoren haben „Circle“ zu einem Werkzeug entwickelt, dass sowohl in Konferenzen, Workshops als auch in Meetings erfolgreich eingesetzt werden kann. Sie beschreiben die Grundlagen, Elemente und Prinzipien und geben viele Beispiele zur Erläuterung. Circle ist mehr als nur eine andere Anordnung der Stühle. Im Kreis sind alle Teilnehmer Führende, definierte Positionen werden abwechselnd wahrgenommen und nach Bedarf eingesetzt. Das schafft einen Raum der Konzentration. Im Circle hören wir ungewöhnlich gut zu, denken nach und lernen voneinander.

Die Methode unterstützt dabei, komplexe Themen angemessen zu bearbeiten, zu guten Lösungen zu kommen und dabei zu einer Gemeinschaft zusammen zuwachsen. Circle ist daher ein wegweisendes Werkzeug sowohl für Moderatoren und Berater als auch für alle, die Gruppen und Organisationen führen.

Arnold Mettnitzer
„Mit dem Herzen atmen“ Erinnerungen & Erfahrungen
ISBN 978-3-222-13572-9

Arnold Mettnitzer, Theologe, Seelsorger und Psychotherapeut, hat in einem seiner Bücher Worte von Viktor Frankl an den Anfang gesetzt:

„Ich hab den Sinn meines Lebens darin gesehen,
anderen zu helfen, in ihrem Leben einen Sinn zu sehen.“

Das könnte sein eigenes Credo sein. Mit 65 verschiedenen Texten, die aus unterschiedlichen Anlässen entstanden sind, versucht Mettnitzer uns nahe zu bringen, wie dringend der Mensch Nähe braucht: „Wir haben als Menschen nicht Sehnsucht nach dem anderen Menschen, weil wir von vornherein die Menschen lieben, sondern weil wir sie brauchen, weil keiner ohne den anderen lebensfähig wäre.“ Was bedarf es, um mit anderen in einen guten Dialog treten zu können? Alle diese Geschichten kreisen um dieses Thema und wollen uns ein besseres Verständnis füreinander eröffnen.

Wen das interessiert, dem ist auf jeden Fall auch „Klang der Seele“ vom gleichen Autor empfohlen. ISBN 978-3-222-13270-4

Klaus Bolzano
„die Neidgesellschaft“ Warum wir anderen nichts gönnen
ISBN 978-3-901880-08-7

Der Autor findet im Nachdenken über das Wesen des Menschen, dass wir oft durch Nachahmung von Verhaltensweisen anderer versuchen, deren Lebensstil zu kopieren, um in die von uns idealisierten Kreise zu gelangen. Dahinter steht stets das Ringen um Ansehen und Aufmerksamkeit. Die Ursachen dafür werden durch praktische Beispiele erklärt. Wir selbst finden uns oft in Situationen, wo wir uns als Neider wiederfinden.

Der Anstoß für den Autor zu dieser Auseinandersetzung kam durch die Gräuel des Nationalsozialismus, das Thema hat aber auch einen intensiven Bezug zu den heutigen populistischen Bewegungen.

Gerald Hüther
„Etwas mehr Hirn, bitte“
ISBN 978-3-525-40464-5

Eine Einladung zur Entdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten.

Die  Freude am eigenen Denken und die Lust am gemeinsamen Gestalten sind die großen Themen dieses Buches. Der Biologe Gerald Hüther macht deutlich: Jedes lebende System kann das in ihm angelegte Potential am besten in einem koevolutiven Prozess mit anderen Lebensformen zur Entfaltung bringen. Oder einfacher: Gemeinsam kommen wir weiter als allein und finden zurück zu dem Lebendigen, das uns ausmacht: zu neuer Kreativität, zum Mut zu sich selbst und zu persönlichen Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wenn wir erkennen, dass unser Gehirn sein Potential in Netzwerken mit anderen entfalten kann, dass wir in all unserer Verschiedenheit zusammengehören, von einander anbhängig und miteinander verbunden sind, dann öffnet sich auch der Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft, denn: Gemeinsam verfügen wir deutlich mehr Hirn als alleine!

Seine außergewöhnliche Attraktivität gewinnt Gerald Hüthers hier vorgestelltes Konzept der Potentialentfaltung in individualisierten Gemeinschaften dadurch, dass es nicht aus den Erfordernissen unserer Wirtschaftsordnung abgeleitet ist und auch nicht auf ethischen Überlegungen und moralischen Imperativen beruht, sondern dass es der Natur des Menschen entspricht.

Christoph Schlingensief:
„So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein“
ISBN 978-3-442-74070-3

Ich schaue aus dem Fenster und staune, als hätte ich noch nie Sonne und Wolken gesehen.“
Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt? Christoph Schlingensiefs bewegendes Protokoll einer Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle.
„Ein wahnsinnig trauriges, ein sehr, sehr schönes Buch.“ Volker Weidermann, FAS

Ken Wilber:
„Mut und Gnade“
In einer Krankheit zum Tode bewährt sich eine große Liebe
ISBN 3-442-42740-1

Die bewegende Geschichte einer große und reifen Liebe und zugleich ein eizigartiges Dokument des mutigen Umgangs mit dem Sterben.
Kurz nach der Hochzeit trifft Ken und Treya Wilber die Diagnose: Treya hat Brustkrebs. Gemeinsam treten sie den Kampf gegen die Krankheit an. Als Treya schließlich doch sterben muss, haben sie ihren Weg zu einer Gemeinsamkeit gefunden, die den Tod überdauern wird.

William Styron
Sturz in die Nacht – eine Geschichte einer Depression
ISBN 978-3-550-08829-2

„Ich habe bis an die Grenzen des Erträglichen unter der Krankheit gelitten und bin doch zurückgekommen, um davon zu berichten.“
Willam Styron schreibt mit großer Aufrichtigkeit über seinen Kampf gegen die Depression, eine Krankheit, die noch immer kaum verstanden wird und mit vielen Tabus belegt ist. Ganz ohne Selbstmitleid erzählt er dabei von der „grimmigen Innerlichkeit des Schmerzes“, von Angstzuständen, Selbstmordgedanken und der Unfähigkeit, sich seiner Umwelt mitzuteilen. Nach einer langen Zeit des Leidens findet er schließlich im Rückblick Worte für ein Leben am Rande des Wahnsinns und gibt so auch denen eine Stimme, für die das Grauen der Depression unausdrückbar ist.

Brigitte Schwaiger
Fallen lassen
ISBN 3-7076-0082-3

„Es kommt niemand zu dir, wenn du psychisch krank bist. Allen erscheinst du fad. Du hast immer Depressionen, du lachst nie. Du wäscht dich nicht mehr, du riechst nicht gut, du hast langes fettes Haar, deine Kleidung ist nur nicht gebügel, sondern auch nicht sauber. Die Tabletten gehen einem aus, wenn man sich zu Hause mehr und mehr verwahrlosen lässt, man schafft ja den Gang unter die Dusche nicht, die Bewegung in’s G’wand, man schaft weder den Weg zum Arzt, der das Rezept erneuern sollte, noch den in die Apotheke, auch nicht zum Psychosozialen Notdienst, auch nicht aufs Sozialamt, man hat meinen Groschen mehr und keine Tschik, und bei vermehrten Selbstmord- gedanken kommt eine starke Unruhe, man hat Angst, gleich wahnsinnig zu werden, und mehr oder weniger solchen Zuständen (arm, weniger arm) kommt es dann zur Panikhandlung oder Notruf Rettung, Bitte holen Sie mich ab…“

Lorenz Gallmetzer
Von Alkohol bis Glücksspiel süchtig – Abhängige erzählen
ISBN 978-3-218-01039-9

Es sind dramatische Geschichten, die Lorenz Gallmetzer in diesem Buch erzählt, nicht zuletzt seine eigene: Als Bonvivant trinkt der erfolgreiche Journalist gerne und viel. Aber über Jahre hält er auch seine Depressionen mit Alkohol im Zaum, bezwingt damit Stress und Versagensängste, bis er sich eines Tages eingestehen muss, dass ihn die Sucht im Griff hat. In Kalksburg, der größten Suchtklinik Europas, sucht er Hilfe im Kampf dagegen. Und trifft dort auf Menschen, die sich aus der Anbhägigkeit verschiedenster Suchtmittel – von Alkohol über Medikamente bis Heroin oder Glückspiel – befreien wollen.
Doch nicht nur die Lebensberichte sind es, die dieses Buch so spannend machen. In einem ausführlichen Interview erklärt Prof. Musalek, der weltweit anerkannte Sucht-Experte, wie Sucht entsteht, was sie bewirkt und wie sie bezwungen werden kann. Denn die Gefahr, süchtig z u werden, lauert an vielen Orten, wer dieses Buch gelesen hat, weiß warum.

Michael Winterhoff
Warum unsere Kinder Tyrannen werden
oder: Die Abschaffung der Kindheit
ISBN 978-3-442-17128-6

Kleinkinder außer Rand und Band, Zehnjährige, die niemandem Respekt entgegenbringen, Teenager, die nicht ausbildungsfähig sind: Unter dem Deckmantel eines „partnerschaftlichen“ Umgangs werden Kinder überfordert, erhalten weder Struktur noch Orientierung und entwickeln sich deshalb zu kleinen Tyrannen. Nur wenn unsere Kinder wieder wie Kinder behandelt werden, können sie glücklich werden und ihren Platz in der Gesellschaft finden.

Michael Winterhoff
Tyrannen müssen nicht sein
Warum Erziehung alleine nicht reicht – Auswege
ISBN 978-3-442-17202-3

Wie kann man verhindern, dass Kinder zu Tyrannen werden? In seinem neuen Buch weist Michael Winterhoff anhand zahlreicher aus dem Leben gegriffener Fallbeispiele Wege aus der Erziehungkrise: Wenn Erwachsene ihre Verantwortung ernst nehmen und Kinder wie Kinder behandeln, können diese fröhlich und gesund aufwachsen und sich zu beziehungs- und arbeitsfähigen Erwachsenen entwickeln.

Erwin Ringel
Die österreichische Seele
ISBN 3-205-07095-X

„Ich liebe dieses Land, ich möchte nirgendwo anders leben als hier, dementsprechend wird es eine liebevolle Kritik sein. Aber gerade aus Liebe zu diesem Land müssen wir uns die Wirklichkeit stellen, müssen eine ehrliche Diagnose machen, um Heilung zu ermöglichen.“
Zehn Reden, die Einblicke geben in die Höhen und Tiefen der österreichischen Seele. Von einem, der das Seelenleben des Östereichers seit Jahrzehnten intensiv beobachtet. das Buch enthält auch Prof. Ringels „Neue Rede über Österreich“.

Erwin Ringel – Alfred Kirchmayr
Religionsverlust durch religiöse Erziehung
Tiefenpsychologische Ursachen und Folgerungen
ISBN 3-210-24.7799-X

Unser Anliegen ist ein Doppeltes: Wir möchten mit Hilfe tiefenpsychologischer Einsichten den Zugang zu einer menschenwürdigen, lebendigen, neurotisch nicht entstellten Religiosität erleichtern und damit einen Beitrag zur Förderung des psychischen Umweltschutzes und zur Sinnorientierung leisten. – Zweitens liegt uns an einer echten Reform der katholischen Kirche, damit sie ihren Auftrag, die Menschenfreundlichkeit Gottes Gestalt werden zulassen, hier und heute erfüllen kann. Unser weltanschaulicher Hintergrund könnte als christlicher Humanismus katholischer Prägung bezeichent werden – katholisch aber im ursprünglichen Sinn verstanden, denn das griechische Wort „katholon’“ heißt: aufs Ganze gehen, ganzheitlich orientiert sein – gegen alle mörderische Halbheiten.“

Peter Atteslander
Anatomie der Ratlosigkeit
Kulturkonflikte im Schatten der Globalisierung
ISBN 978-3-03823-316-9

Ratlosigkeit entsteht aus Mangel an Orientierung. Für immer mehr Menschen versagen bisherige Erfahrungen und alltägliche Verhaltensweisen gegenüber den neuen Herausforderungen der Globalisierung. Für Regierungen bedeutet dies, sozialen Wandelnicht steuern und soziales Kapital nicht aktivieren zu können. Folge davon ist für viele Menschen eine existenzbedrohende Ratlosigkeit angesichts sich mehrender Kulturkonflikte. Immer schneller ändert sich das Verhältnis von Wissen zu Nichtwissen. Wir sind gleichzeitig überinformiert und unterorientiert.

Peter Atteslander schildert zahlreiche wissenschaftliche Befunde, die geeignet sind, wachsende soziale Konflikte nicht nur zu erklären, sondern deren praktische Re –
gelung zu erleichtern. Er warnt vor einer «schrecklichen Toleranz» gegenüber menschenverachtenden Ideologien, mahnt, brachliegendes soziales Kapital zu aktivieren und lokale Kulturen an den Wohltaten der Globalisierung teilhaben zu lassen. Dazu macht er zwölf konkrete Vorschläge, um der zunehmenden Ratlosigkeit zu entgegnen.

Reinhard Haller
Die Macht der Kränkung
ISBN 978-3-7110-9978-1

Nahezu jedem menschlichem Problem liegt eine Kränkung zugrunde, Denn Kränkungen greifen unsere Selbstachtung, unser Ehrgefühl und unsere Werte an. Sie treffen uns im Innersten, können uns aus der Bahn werfen, uns krank machen und sogar zu den grausamsten Verbrechen und Kriegen führen.
Anhand ausgewählter Beispiele aus der Historie und der Praxis veranschaulicht der Arzt und Psychotherapeut Reinhard Haller, welche Macht Kränkungen über uns ausüben können, und wie es gelingen kann, an seelischen Verletzungen nicht nur zu wachsen, sondern auch die eigene Persönlichkeit zu stärken.

Robert & Edward Skidelsy
Wieviel ist genug?
Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens
Verlag Antje Kunstmann

Wirtschaftswachstum ist das alte und neue Zauberwort, mit dem sich angeblich jede Krise lösen lässt. Doch Wachstum ist kein Selbstzweck und Wirtschaft soll dem Menschen dienen. Wachstum wozu, muss deshalb die Frage lauten, und: Wieviel ist genug? Wir sind viermal reicher als vor hundert Jahren – und doch abhängiger denn je von einem Wirtschaftssystem, in dem manche zu viel und viele nicht genug haben. Dabei waren sich doch die Philosophen und Ökonomen lange Zeit einig, dass technischer Fortschritt zu einer Befreiung des Menschen von dem Joch der Arbeit und eine gerechte Einkommensverteilung zu mehr Muße und Glück für alle führen. Zeit, die Grundfragen neu zu stellen: Was macht ein gutes Leben aus, was droht uns im Wachstumsrausch verloren zu gehen?
Robert und Edward Skidelsky zeigen auf, wie führende Denker von der Antike bis ins 21. Jahrhundert über Entstehung und Gebrauch des Reichtums, aber auch über ein erfülltes Leben jenseits der Arbeit nachgedacht haben. Sie benennen sieben „Basisgüter“ wie Sicherheit, Respekt,Muße und Harmonie mit der Natur, auf denen eine Ökonomie des guten Lebens aufbauen muss. Vor allem aber machen sie Mut, Wirtschaft wieder neu  zu denken: als moralisches Handeln von Menschen die im Gemeinschaften leben.

Paul Watzlawick
Anleitung zum Unglücklichsein
ISBN 3-492-22100-9

Paul Watzlawick hat mit seiner „Anleitung zum Unglücklichsein“ einen Millionenbestseller geschrieben – was den Schluss zulässt, dass Leiden ungeheuer schön sein muss. Nach der Lektüre werden sie begreifen warum Sie den Nachbarn, den Sie um einen Hammer baten, am liebsten mit demselben erschlagen würden.

Viktor E. Frankl
… trotzdem Ja zum Leben sagen
ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager
ISBN 978-3-423-30142-8

„Dieses meisterhafte Werk gehört zum kostbaren Bestand jener säkularen Literatur, in der die Grundwahrheiten unseres Jahrhunderts manifest werden“
deutschland-berichte

Gerd Presler
Martin Luther King
ISBN 3-499-50333-6

„Amerika wird nicht ruhen, solange die Schwarzen nicht ihre vollen Bürgerrechte genießen“, hatte King damals vor Hunderttausenden Zuhörern in Washington  gesagt. „Ich habe einen Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben, wo sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern ihrem Charakter beurteilt werden“, sagte King in seiner historischen Rede am 28. August 1963 vor dem Lincoln Memorial. Am 4. April 1968 wird er erschossen. Rund 50 Jahre später erhält Amerika einen schwarzen Präsidenten, vor ihm waren bereits Colin Powel und Condoleezza Rice  in hohen politischen Ämtern. Martin Luther King hat den Weg bereitet.

Leonhardo Boff
Achtamkeit
Von der Notwendigkeit, unsere Haltung  zu ändern
ISBN 978-3-532-62432-6

Veränderung beginnt im kleinen und bei jedem Einzelnen, bei der Änderung unserer Haltung und unseres Verhaltens. Das Bild einer besseren Zukunft, das Leonardo Boff entwirft, ist radikal, aber konkret und umsetzbar: Liebevolle Sorge für einander und für die Welt führt automatisch zu einer Abkehr vom Wahn des unbegrenzten Wachstums hin zu Frieden, Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt. Ein neues, von Liebe ud Respekt getragenes Menschenbild und seine Ökologie der Nachhaltigkeit, im Kleinen wie im Großen – das ist Boffs Vision einer neuen Achtsamkeit.