Ökodorf Sieben Linden

Die Idee eines sich selbst versorgenden, ökologischen Dorfes, einer autofreien Siedlung, in der die Menschen wieder Zeit und Interesse füreinander haben und in Harmonie miteinander und mit der Natur leben, geht in die 90er Jahre zurück. Nach einigen Versuchen findet sich in Poppau, ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf (Sachsen-Anhalt), ein geeignetes Grundstück, sodass 1997 dort auf einem mittlerweile 81,5 Hektar  großen Stück Land das Ökodorf Sieben Linden. entstehen kann.
Im Jahr 2016 lebten in Sieben Linden etwa 145 Menschen, darunter etwa 40 Kinder. Etwa jeder sechste Bewohner kam dabei aus den Neuen Bundesländern. Unter den Erwachsenen sind die meisten mittleren Alters, alle Altersgruppen sind inzwischen vertreten. Das Dorf wird durch eine Genossenschaft getragen, ebenso der Kindergarten und die Aktivitäten des Wohnbaues im Dorf (Niedrigenergiehäuser in Strohballen – Lehm Bauweise).

Umweltverträglichkeit in allen Bereichen des täglichen Lebens sowie Selbstversorgung, nicht nur mit Nahrung, sondern auch in weiteren Lebensbereichen sind ein hoher Wert. Gemeinsam werden Lebensmittel angeschafft, die jede/r nach Bedarf nehmen kann. Die Kinder werden dabei von allen mitfinanziert. In einer Gemeinschaftsküche wird täglich für alle, die das wollen, gekocht. Es gibt aber auch private Küchen. Jede/r Einzelne ist für den persönlichen Unterhalt selbst verantwortlich.

Einkommensquellen
Seminare, intensive Öffentlichkeitsarbeit (Bücher, Filme, Infobroschüren, Rundbriefe, Musik-CD),  Beratungstätigkeiten (Coaching, Mediation, Supervision, Prozessbegleitung, Kunsttherapie), Kunstwerkstätten, Feinkostmanufaktur, Rohkostversand, Obstbaumschule, Naturwaren, Permakultur, Tischlerei, Zimmermannswerkstatt, Baukollektiv für ökologisches Bauen, Wildkräuterversand, Tanzkurse, IT- Dienstleistungen… Die wirtschaftliche Grundlage reicht auch in das regionale Umfeld hinein, mit dem eine Vernetzung angestrebt wird.

Hier sei für detailliertere Informationen auf die Sitemap der Homepage Sieben Linden Sitemap verwiesen, wo sehr leicht und schnell die gewünschte Information aufge- funden werden kann.  Exemplarisch seien hier aber noch Informationen zu  einigen essentiellen Fragen gegeben:

Energie
Holz als nachwachsender Rohstoff aus dem eigenen Wald, Sonnenkollektoren, Photovoltaik. Der Energiebedarf der Gebäude ist um ein Drittel geringer als der Bundesdurchschnitt, der Strombedarf nur ein Fünftel gegenüber dem Bundes-durchschnitt.

Kommunikation
Man ist bemüht,  emotionale persönliche Themen von den Sachthemen zu trennen. Man trifft einander in Arbeitsgruppen, Räten und einmal monatlich zu einer Vollver-sammlung, um dort über Belange des Dorfes zu entscheiden. Persönliche Themen finden ihren Platz in anderen Kreisen.
Mindestens zweimal jährlich gibt es gemeinsam Klausur, sog. „Intensivzeiten“ und es gibt Zeit, um mit verschiedenen Methoden zu beleuchten, was in letzter Zeit gelaufen ist. Es werden drängende Probleme sachlicher und emotionaler Art besprochen und versucht, Lösungen zu finden. Oft werden Menschen von außen eingeladen, die in diesem Prozess begleiten und Anregungen geben.

Kinder
im Dorf leben 40 Kinder aus allen Altersgruppen. Es gibt Natur zum Anfassen, Wald, Teich, Wiese, Wildtiere und Pferde, Freundesgruppen im direkten Wohnumfeld, naher Bezug zu Gleichaltrigen und älteren und jüngeren Kindern, die hier lernen können einander zu unterstützen. Die essentiellen Lebensgrundlagen (Bauen, Nahrung, Energie, Wasser) werden unmittelbar nachvollziehbar, so kann die moderne Entfremdung in diesen Bereichen aufgehoben werden. Als Ergänzung zu Natur und Handwerk gibt es zahlreiche künstlerische Angebote: Tanzen, Musikunterricht, Werken und Malen werden von Bewohner_innen regelmäßig angeboten, ein Kinderplenum tagt bei Bedarf. Zahlreiche Erwachsene stehen als Vorbilder und Wegweiser da – eine Vielfalt an Kontakten! Dabei sind die Eltern aber die wichtigsten Bezugspersonen, diejenigen, die der Kindheit eine Richtung und Verlässlichkeit und Geborgenheit geben.

Der Waldkindergarten bietet den Kindern:
Die natürliche Bewegung kann auf vielfältige Weise ausgelebt werden. Die Bewegungserfahrung fördert die motorischen Fähigkeiten und die Intelligenz. Die Sinne werden durch ein natürliches Umfeld angeregt, ohne mit Reizen zu überfluten. Das Spielen in der Natur mit wenig vorgefertigtem Spielzeug regt die Fantasie an. Die Natur, das Wetter und der Wechsel der Jahreszeiten werden direkt erlebt und fördern das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt. Die Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem.

zur Homepage:
Ökodorf Sieben Linden

Weitere Information findet sich in meinem Skiptum „Hörst du den Vogel singen, was flüstert er dir ins Ohr? “ Kapitel 3,42 auf Seite 66.
Hörst du den Vogel singen?

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